Für einen Betrieb sind eigene Fotos immer die bessere Wahl — sie zeigen den echten Betrieb, echte Menschen, echte Produkte. Aber nicht jeder Beitrag, jede Anzeige oder jeder Blogartikel braucht ein aufwendiges Fotoshooting. Deshalb habe ich getestet, wie brauchbar aktuelle KI-Bildmodelle für genau diese Fälle sind — mit derselben Szene, quer durch mehrere Anbieter.

Der Test

Dieselbe kurze Beschreibung — ein Betriebsalltag am Schreibtisch, natürliches Licht, dokumentarischer Stil — ging an mehrere Modelle unterschiedlicher Anbieter: unter anderem OpenAI, xAI (Grok), Black Forest Labs (Flux) und Bytedance (Seedream). Kein Modell bekam mehr Informationen als ein anderes. Die vier Ergebnisse im direkten Vergleich, siehe oben.

Was dabei auffiel

Die Ergebnisse unterscheiden sich stärker, als der Preis vermuten lässt. Ein Modell lieferte ein glattes, sehr “stockfoto-artiges” Ergebnis. Ein anderes erzeugte ganz von selbst ein kleines, handgeschriebenes Detail im Bild — ein Türschild mit Familiennamen —, das der Szene eine überraschend persönliche, authentische Note gab. Für einen Kleinbetrieb ist genau das oft der entscheidende Unterschied: Wirkt das Bild wie “irgendein Büro” oder wie ein echter, gewachsener Betrieb?

Nicht jedes Modell hält sich an “keine Markenzeichen”. Ein Testbild enthielt trotz gegenteiliger Anweisung ein deutlich erkennbares Markenlogo auf einem Laptop. Für die private Nutzung ist das nebensächlich — für ein Bild, das auf einer Firmenwebsite oder in einer bezahlten Anzeige landet, ist das ein Punkt, den man vor der Veröffentlichung prüfen sollte.

Dateigröße ist kein Nebenschauplatz. Eines der Modelle lieferte ein technisch beeindruckendes, aber über 20 MB großes Bild — für eine Website deutlich zu groß, ohne Nachbearbeitung. Auch das gehört zur praktischen Bewertung dazu, nicht nur die reine Bildqualität.

Verfügbarkeit schwankt. Während dieses Tests hatte ausgerechnet eines der bekanntesten Modelle (Googles Nano-Banana-Reihe) eine spürbare Häufung fehlgeschlagener Generierungen — ein bekanntes, vorübergehendes Infrastrukturproblem des Anbieters. Für einen Betrieb, der sich auf ein einzelnes Werkzeug verlässt, kann das an einem wichtigen Tag zum Problem werden. Ein zweites Werkzeug in der Hinterhand ist auch hier keine schlechte Idee — derselbe Grundsatz wie bei jedem anderen KI-Werkzeug im Betrieb.

Was das für Ihren Betrieb bedeutet

KI-Bildgenerierung ist für viele alltägliche Anwendungen inzwischen brauchbar — ein Titelbild für einen Blogartikel, eine Illustration für einen Social-Media-Beitrag, ein Platzhalter, bis ein echtes Foto vorliegt. Für alles, was direkt den eigenen Betrieb, echte Mitarbeiter oder echte Produkte zeigen soll, bleibt ein echtes Foto die richtige Wahl. Und wie bei jedem KI-Werkzeug gilt: kurz prüfen, was tatsächlich im Bild gelandet ist, bevor es veröffentlicht wird — Markenzeichen, Text, Dateigröße.

Ich werde diesen Vergleich in unregelmäßigen Abständen wiederholen und hier aktualisieren, damit Sie einen realistischen Stand haben, statt sich auf Marketingversprechen einzelner Anbieter verlassen zu müssen.